Berufsbildungscamp Waldmünchen

18.02.2019 | Ausflüge / Exkursionen | 2018/2019 | 8.Klasse

Vom 11.02. - 15.02.2019 verbrachten beide achte Klassen schöne Tage in Waldmünchen. Nachdem in den letzten Schuljahren auch andere Anbieter zur Berufsorientierung ausprobiert werden mussten, freuten wir uns im Vorfeld schon sehr auf das beschauliche oberpfälzische Örtchen. Denn wir wussten, dort würden die 5 Tage auf jeden Fall Spaß machen und ein Erfolg für alle werden.

So fuhren wir am Montag früh mit dem Reisebus in Richtung Cham, um schließlich gegen 10 Uhr unsere Zimmer in dem alten Pflegerschloss zu beziehen. Zuerst erwartete uns eine Hausbesichtigung und wir wurden mit den Regeln des Hauses vertraut gemacht. Danach begann gleich das Programm: die Teamer führten mit den Schülern eine Recherche zu berufsrelevanten Informationen durch. Danach war klar, Schüler und Teamer kommen gut miteinander klar, die Stimmung war gut. Um 18:00 Uhr gab es dann das erste Abendessen als Bufet. Auch hier war man gespannt, ob dieser Teil den Erwartungen entspräche. Aber auch hier: Glück gehabt! Das Essen schmeckte...

Der Dienstag begann nach dem Frühstück mit der Erarbeitung der eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse. Was sich leicht anhört, fällt dem einen oder anderen recht schwer. Was kann ich eigentlich? Wo habe ich besonderes Geschick? Diese Fragen beschäftigten nun die Schüler den ganzen Vormittag, nicht zuletzt deshalb, weil sie um 13:45 Uhr genau diese Punkte in einer Selbstpräsentation darlegen mussten. Und dann wurde das auch noch auf Video aufgezeichnet! Da kam der eine oder andere schon ins Schwitzen!

Der Nachmittag war dann für das Teamtraining reserviert. Leider konnte der Niederseilgarten aufgrund des nassen Wetters nicht begangen werden. Aber die Teamer kannten unendlich viele Möglichkeiten, diesen zu ersetzen. Manche Metalog-Spiele kannten die Schüler bereits aus der Schule, nichts desto trotz wurde das Klassenteam herausgefordert.

Am Mittwoch sollte dann das Filetstück des Berufsorientierungscamps auf dem Programm stehen: Das "Spiel der Arbeit". Hier galt es, mithilfe von Bewerbungsbögen eine Lehrstelle zu ergattern. Würden die eigenen Bemühungen reichen? Oder würde man eine Absage erhalten? Das war spannend! Leider erhielten die Schüler erst einmal viele Absagen, meist deshalb, weil die Formalkriterien der Bewerbung nicht erfüllt wurden. Da hieß es, nicht aufgeben! Am Abend war dann Grillen angesagt. Im Schlosskeller gab es einen riesigen Grill mit Abzug, der für uns vorbereitet wurde. Die Grillmeister fanden sich sehr schnell und so ließen sich alle Schüler und Lehrer die Würstchen und den Kartoffelsalat schmecken.

Auch am Donnerstag sollte es wieder aufregend werden! Am Vormittag mussten sich alle Schüler auf das Vorstellungsgespräch am Nachmittag vorbereiten. Alle waren schon mächtig aufgeregt! Nach dem Mittagessen sollten sich die Schüler umziehen, es war ein schickes Outfit gefordert. So manchen Schüler erkannte man kaum wieder! Uns so mancher Schüler schien Gefallen an seinem ungewöhnlichen Outfit zu finden. Nach dem Vorstellungsgespräch, das sowohl Zusagen als auch Absagen mit sich brachte, galt es, den Einstellungstest zu bestehen. Im Minutentakt mussten die Schüler verschiedene Wissensbereiche bearbeiten, immer unter Zeitdruck. Die Lehrkräfte werteten danach die Tests aus. Nach dem Abendessen vergnügten sich die Schüler wie jeden Tag an den Tischtennisplatten und am Kicker. Um 20 Uhr begann dann die Disco in der hauseigenen Disco. Dort konnten die Schüler mit den eigenen Handys ihre Lieblingsmusik auflegen und tanzen.

Am Freitag morgen reflektierten die Teamer mit den Schülern noch einmal gemeinsam die Woche. Um 10:30 Uhr stand dann die Zeugnisausgabe auf dem Plan. Nach dem Mittagessen fuhren wir heim und erreichten ungewöhnlich schnell wieder Lauf.

Was wurde in dieser Woche nun gelernt? Zur Verwunderung zu allererst, dass es möglich ist, den ganzen Tag ohne Handy zu verbringen. Manche Schüler vergaßen sogar den Ausgabezeitpunkt der Handys am Abend durch die Lehrkräfte. Zitat: "Es war gut, dass wir die Handys nicht die ganze Zeit hatten, so haben wir viel mehr miteinander geredet."

Ein weiteres Aha-Erlebnis war sicher auch, dass Bewerbungen nicht ein bisschen geschrieben werden können, so wie das oft im Wochenplan gemacht werden kann. Da gibt es nur: Ich mache alles richtig, oder alles ist falsch und ich kriege eine Absage.

An dieser Stelle bedanken wir uns alle noch einmal herzlich bei allen guten Geistern in Waldmünchen. Wir kommen wieder!

 

 

Feste und Feiern

Lerne was, so kannst du was.

Deutsches Sprichwort