# Wir bleiben zu Hause – Lernen am Laptop

31.03.2020 | 2019/2020 | Aktionen / Projekte

Kunigundenmittelschule nutzt digitale Unterrichts- und Kommunikationsplattform


Der Bildschirm ersetzt die Tafel im Klassenzimmer: Dank eines interaktiven Lern-Management-Systems können mehrere Schüler gleichzeitig online an einem Dokument arbeiten (Bild unten: Kunigundenmittelschule)

Die Schulen sind geschlossen, der Unterricht geht aber weiter: Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, steht derzeit nicht nur in der Pegnitzstadt Homeschooling auf dem Programm. Statt im Klassenzimmer werden zu Hause Mathematikaufgaben gelöst, Arbeitsblätter ausgefüllt und Vokabeln gelernt – eine Herausforderung für Schüler und Lehrer, für die es nun gilt, neue Unterrichts- und Kommunikationsmodelle zu entwickeln.

Wie das gelingen kann, zeigt sich am Beispiel der Kunigundenmittelschule, in der man schon seit einiger Zeit auf digitales Lernen setzt. So wurden nach der Generalsanierung vor eineinhalb Jahren in allen Klassenzimmern und Fachräumen LED Panels installiert – elektronische Tafeln, die via PC-Modul ans Glasfasernetz angebunden sind, einen interaktiven Unterricht mit Videos, Karten und Animationen ermöglichen sowie Zugang zu Online-Lernplattformen bieten.

Investition in moderne Unterrichtstechnik

Die Tatsache, dass seinerzeit in die moderne Unterrichtstechnik investiert wurde, zahlt sich nun erneut aus. „Dank der Stadt Lauf und des IT-Teams um Stefan Harries verfügen wir über eine sehr gute Infrastruktur fürs Online-Lernen“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Alexander Haas.

Gearbeitet wird mit dem Lern-Management-System "Office 365". Um es zu nutzen, benötigen die Schülerinnen und Schüler einen internetfähigen Computer oder ein entsprechendes Smartphone, mit dem E-Mails gesendet und empfangen werden können. Auf diesem Weg  erhalten sie von ihren Lehrkräften Übungsaufgaben, die sie bearbeiten – auf dem Tablet ist das sogar direkt möglich – und zur Korrektur wieder zurückschicken.

Und das Onlineportal kann noch mehr. So wurden für jede Klasse und verschiedene Unterrichtsfächer Chat-Gruppen eingerichtet, in denen miteinander kommuniziert wird – entweder schriftlich oder per Telefonkonferenz. Ein digitales Notizbuch hilft dabei, Klassenunterlagen und Hausaufgaben zu organisieren, dazu gibt es Einzel- und Klassengespräche im Netz sowie Links zu Lernvideos auf youtube, die den Lehrstoff veranschaulichen.

Interaktives Lernen in der Gruppe

Bei Bedarf lässt sich der Bildschirm wie die Tafel im Klassenzimmer auch teilen, sodass mehrere Schüler gleichzeitig online ein Dokument bearbeiten, Passagen einfügen und live kommentieren können – eine Situation, die dem Face-to-Face-Unterricht im Schulgebäude schon sehr nahekommt. Den direkten Kontakt könne man dadurch jedoch nicht ersetzten, betont Haas: Sozialerziehung und Wertevermittlung sind nur in der persönlichen Interaktion möglich.“

Um die Folgen des Schulausfalls weitestgehend abzufangen, sei die digitale Lernplattform allerdings eine praktikable Lösung, findet der Pädagoge, schließlich sei die Schulpflicht nach Ausbruch des Coronavirus nicht aufgehoben. Auch wenn sich die Schülerinnen und Schüler ihre Zeit zu Hause frei einteilen könnten, gebe es für sie einige Regeln: Zu den Besprechungsterminen, die die Lehrkräfte festlegen, müssen sie online sein, zudem gibt es Abgabeschlüsse für Hausaufgaben.

Auch wenn man sich erst auf die neue Situation habe einstellen müssen, funktioniere das Homeschooling mittlerweile sehr gut, so die Einschätzung des Kollegiums. Und auch bei den Schülerinnen und Schüler kommt das Angebot an: nahezu alle von ihnen nutzen das Onlineportal regelmäßig

Katrin Hiller, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stadt Lauf

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